Der Wankelmotor als Waffe?

Der Wankelmotor erlangt im aktuellen Ukraine-Russland-Konflikt eine traurige Berühmtheit.
Eine der positiven Eigenschaften des Motors ist die geringe Baugröße bei hoher Leistung. Daher wird der Motor gerne für den Betrieb von unbemannten Drohnen genutzt. So auch bei der iranischen Drohne „Shahed-131“, die kleinere Variante der „Shahed-136“. Zum Einsatz kommt der „Serat 1“ Wankelmotor. Dieser ist eine Kopie des „MDR-208“ von der chinesischen Firma Beijing Micropilot Uav Control System Ltd. Dies ist wiederum ein Nachbau des Wankelmotors „AR 741“ der englischen Firma UAV Engines Ltd. .

Alle drei Varianten teilen dieselben Spezifikationen:
Ein Kreiskolben, 208 ccm Hubraum, 38 PS, Benzin als Kraftstoff und ca. 10 kg Gewicht.
Damit wird ein Propeller angetrieben, der der Drohne eine Reichweite von bis zu 900 km liefern kann.

Unglücklicherweise sind viele Komponenten, inkl. Motor, auf dem freien Markt verfügbar, sodass die Gesamtkosten für eine Drohne auf lediglich 20.000-30.000 $ geschätzt werden.
Wir vermuten, dass die Produktionskosten bei der Motorvariante „Serat-1“ durch Verzicht auf spezielle Beschichtungen und Materialen massiv gesenkt werden. Erst durch diese würde der Motor eine lange Haltbarkeit erreichen. Eine lange Haltbarkeit ist bei der Kamikaze-Drohne aber offensichtlich nicht notwendig. Am Ende bleibt ein simples Motordesign, mit relativ wenig Einzelbauteilen, das lediglich Aluminium und Stahl benötigt.

Wir hoffen, dass der Krieg, im Sinne der Ukraine, bald vorbei ist. Und dass der Wankelmotor noch mehr in zivilen und nachhaltigen Bereichen Anwendung findet.

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