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Die Wankel "Hall of fame"

Felix Wankel (†):

 
Dr. Walter Froede (†):
 

Als Leiter der Wankelmotorentwicklung bei NSU gilt er heute als der Vater des Wankelmotors in seiner bekannten Form. Da der DKM54 der Firma NSU als zu kompliziert in der Herstellung und Wartung erschien, entwickelte er die bekannte Variante mit dem fest stehenden Trochoidengehäuse. Des Weiteren zeichnet er für viele Detailverbesserungen verantwortlich, so dass der Motor den Entwicklungsstandard erreichte, der erst den Einbau in ein Fahrzeug für die Allgemeinheit ermöglichte.

 

Dr. Max Bentele:
 

Dr. M. Bentele war ursprünglich während des 2. Weltkrieges bei Heinkel-Hirth an der Entwicklung des Turbinenstrahl-Triebwerkes beteiligt. Nach dem Krieg entwickelte er zunächst an Heinkel Tourist Motorroller und an verschiedenen Heinkel Einbaumotoren mit, um dann in den 50er Jahren für die Flugmotorenfirma Curtiss-Wright in den USA tätig zu sein.
Curtiss-Wright war der erste Lizenznehmer für Wankelmotoren in den USA und vertrat dort auch die Rechte an der Motorerfindung.

Im Rahmen der Motorentwicklung bei Curtiss-Wright wandelte Dr. M. Bentele zwei von Hubkolbenmotoren bekannte Brennverfahren für Dieselkraftstoffe (Hesselmann, Barber) auf den Wankelmotor an und schuf so 1961 den Vorläufer des heute bei der Wankel SuperTec verwendeten Einspritzverfahrens für Dieselkraftstoffe, Kerosin und Pflanzenöle.

 

Wolf-Dieter Bensinger (†):
 
 

Prof. Wolf-Dieter Bensinger war langjähriger Wegbegleiter von Felix Wankel. Die beiden hatten sich bereits durch die Abdichtungs-Forschung für Verbrennungsmotoren während der Nazi-Zeit kennen gelernt. Wolf-Dieter Bensinger war zu dieser Zeit mit der Entwicklung von Flugmotoren beschäftigt. Nach dem 2. Weltkrieg bestand der Kontakt weiter und als Motorenentwicklungschef der Daimler-Benz AG übernahm Wolf-Dieter Bensinger auch die Wankelmotor-Entwicklung für den Konzern. Als erstes erkannte er die Vorteile der inneren Gemischbildung beim Wankelmotor durch den Einsatz der Technik, die ihm aus der Flugmotorentwicklung bekannt war, und die ihm in Teilen der Einspritzausrüstung des berühmten Mercedes 300SL zur Verfügung stand. Weiterhin stand ihm mit dem Mercedes C111 ein spektakuläres Versuchsfahrzeug zur Verfügung, in dem er, auch in Verbindung mit der Firma Mahle, den Motor auf den höchsten Stand hinsichtlich Leistung und Haltbarkeit gebracht hat. Mit der in dem Motor verwendeten Materialpaarung für die Trochoidenbeschichtung und die Dichtleistung ist der Betrieb über 1 Mio. Kilometer innerhalb der Verschleißgrenzen möglich.

 

Dipl.-Ing. Ernst Höppner (†):
 

"Rechte Hand" von Felix Wankel und Wegbegleiter. Setzt als gelernter Techniker die teilweise zunächst schwer verständlichen Entwürfe von Wankel in praktisch funktionierende Maschinen um. Darf als Vater des Drehkolbenmotors DKM54, dem direkten Vorläufer des späteren Wankelmotors, gelten. Dies war gleichzeitig seine letzte umfangreiche Konstruktion. E. Höppner verstarb 1966.

 

Hans-Jürgen Klusowski:
 

Während seiner Ausbildung an der Ingenieurschule in Kassel hatte H.-J. Klusowski Zugang zu einem Ausbildungs-Motor des NSU Wankelspider (…), den er interessiert studierte. Letztendlich wurde ihm dieser Motor überlassen, woraufhin ihm als begeisterter Motorradfahrer sofort die Idee kam, diesen Motor in ein Motorrad einzubauen. Mit viel Eigenleistung entstand so das welterste Motorrad mit Wankelmotor auf Basis einer BMWR69, welches unmittelbar nach seiner Fertigstellung auf der IFMA, der internationalen Fachmasse in Köln, der staunenden Öffentlichkeit präsentiert wurde. Dieses Einzelstück gilt heute als Vorlage für die Suzuki RE-5, dem bislang zuverlässigsten Wankel-Serienmotorrad der Welt. Wie nahe man andernorts am Erstlingswerk von H.-J. Klusowski war, zeigte sich nach dem Wegfall des Eisernen Vorhangs.

Als weiterer Meilenstein auf dem Motorradmarkt aus der Feder von H.-J. Klusowski gilt die Van Veen OCR 1000. Sowohl das Fahrwerk, die Motorleistung als auch das Designware waren Anfang der 70er Jahre bahnbrechend und finden sich heute in vielen aktuellen "bikes" wieder. Ähnlich wie beim Pkw NSU Ro80 sieht man der Van Veen heute ihr hohes Alter nicht unbedingt an.

 

Dipl.-Ing. Dankwart Eiermann:
 

Am Anfang seiner Karriere wurden D. Eiermann von Felix Wankel die Arbeiten, insbesondere die Illustration für sein Grundlagenbuch "Einteilung der Rotationskolbenmaschinen", anvertraut.

In den darauf folgenden Jahren hielt D. Eiermann den Kontakt zu Mazda, um sich dann federführend am Management der Wankel R&D zu beteiligen, deren Geschäfte er anschließend führte. Nachdem die Wankel R&D die Geschäftstätigkeit eingestellt hatte, stand D. Eiermann als Teilhaber und Berater der Wankel Rotary GmbH zur Verfügung. Nach dem Ausscheiden der Herren Schirmer und Rohde hat D. Eiermann 2005 die Geschäftsführung der Wankel SuperTec GmbH übernommen.

 

Dipl. Ing. Dankwart Eiermann

WST

 

         
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